Sanierung und Erweiterung des Jahn-Museums

Museumsdepots sind wie Eisberge. Nur ein geringer Bruchteil wird sichtbar im Museum ausgestellt. Der fast unübersehbar große Teil des Kulturgutes entzieht sich dagegen meist tief unten, und somit besser vor der Sonne geschützt, der Sichtbarkeit. Ähnlich verhält sich die Typologie, der verstreut zwischen den Reben stehenden kleinen Winzergebäude, die in den südlichen und westlichen Steilhängen der Flusstäler von Saale und Unstrut stecken.

Dieser Logik folgend nimmt sich das neue Museumsdepot des Jahn-Museums seinen Raum am Fuße des Steilhanges zur Neuenburg. Eine massive Stützmauer bildet, den Höhenlinien des Hanges folgend, die schützende Außenhaut des Gebäudes. Durch Sie wird der Besucher an der tiefsten Stelle eingelassen. Im Inneren offenbart sich das eigentliche Schaudepot in Form eins orthogonalen Regals aus Eschenholz. Gleich gestapelten Sprungkästen kann hier das Museumsgut auf 3 Ebenen deponiert aber auch erfahren werden. Der Besucher erfasst wie ein Taucher um den Eisberg die Geometrie und den Inhalt des Schaudepots. Der historische Treppenpfad zur Neuenburg wird auf die ansteigende Mauerkrone um das Depotregal gelegt.

Projektdaten

Code
WMF
Status
Wettbewerb
Wettbewerb
3. Rundgang
Datum
2018 — 2018
Ort
Freyburg (Unstrut)
Bauherr
Stadt Freyburg
Zusammenarbeit
AFF architekten / POLA
NF
1.300 qm
BGF
2.530 qm
BGI
7.300 cbm
Baukosten
3,1 Mio. Euro

Mitwirkende

  • Robert Laser
  • Stefan Blässe
  • Jörn Kehrer

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Robert Laser
laser@bla-architekten.com
+49 (0) 341 – 529 171 78